Montag, 13. Juli 2009

Kritik an der volkswirtschaftlichen Mainstream-Methodik

Eine Gruppe von Volkswirten um Colander und Lux haben kürzlich eine Abrechnung mit den gängigen Methoden der derzeitigen volkswirtschaftlichen Forschung veröffentlicht (hier). In ihrem Aufsatz führen die Autoren das Unvermögen ihrer Profession, viele Aspekte der Finanzkrise im Vorfeld nicht zu sehen und nun nicht erklären zu können, darauf zurück, dass die Standardmodelle der Ökonomik die Kernfaktoren, welche Märkte in der realen Welt treiben, nicht ausreichend, bzw. überhaupt nicht, berücksichtigen. Außerdem kritisieren sie, dass die Limitationen der volkswirtschaftlichen Modelle nur ungenügend kommuniziert wurden und dadurch Praktiker in Wirtschaft und an den Finanzmärkten zu sorglos wurden.

Die Autoren fordern, die Forschung stärker empirisch auszurichten und mehr Augenmerk auf Netzwerkstrukturen an den Finanzmärkten zu legen, die die explosionsartige Verbreitung der Krise verursacht haben.

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