Montag, 20. Juli 2009

Update: Credit Crunch

Anscheinend neue Entwicklung im Umgang mit der Bankenkrise in Deutschland. Die Sueddeutsche Zeitung berichtet heute, dass die Bundesregierung darüber nachdenkt, "den Banken - ähnlich wie in den USA und Großbritannien - staatliche Hilfe aufzuzwingen". Dem Bericht zufolge setzt sich in den zuständigen Ministerien die Einsicht durch, dass es ein Fehler war bislang "ausschließlich freiwillige Lösungen anzubieten". Endlich! Ein solches Umdenken wurde schon lange von vielen Beobachtern (wie z.B. von der Gemeinschaftsdiagnose) gefordert.

Durch eine solche Aktion würde die Kapitalbasis des deutschen Bankensystems gestärkt und einzelne Institute hätten wieder mehr Freiraum ihr Kreditneugeschäft auszuweiten.

In meinen Augen wäre ein Einstieg des Staates ein guter Schritt hin zu einer Rekapitalisierung des Systems, bei dem die Allgemeinheit im Gegenzug für ihre Hilfe auch eine adequate Gegenleistung bekäme - nämlich in Form von Anteilen an den Banken, die nach ein paar Jahren wieder veräußert werden könnten. Leider wird es mit so einem Programm - wenn überhaupt - wohl erst nach der Bundestagswahl etwas...

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