Montag, 17. August 2009

Geldpolitik und Spekulationsblasen

Das Handelsblatt berichtet über Strömungen in der VWL, die fordern Zentralbanken müssten stärker mit Zinspolitik auf aufkommende Spekulationsblasen und übermäßige Verschuldung im Finanzsektor reagieren.

Das Problem dabei ist, a) dass Spekulationsblasen häufig erst im Nachhinein als solche erkannt werden, die Politik also oft Schwierigkeiten hätte ex-ante auf sie zu reagieren und b) dass empirische Untersuchungen zeigen, dass ein enormer restriktiver Impuls nötig ist, um Blasen "anzupiksen", bevor sie zu groß werden, - so groß, dass die Konjunktur dadurch sehr gebremest würde (z.B. hier).

Also lieber die Kapitalvorschriften für Banken erhöhen, bzw. sie pro-zyklisch gestalten, so dass Banken im Boom mehr Eigenkapital vorweisen müssen als im Abschwung, um so Exzessen auf den Finanzmärkten vorzubeugen, bzw. das System robust genug zu machen, mit den Exzessen fertig zu werden. Ich denke das ist das bessere Rezept als bei stabilen Preisen das Zinsniveau anzuheben. Denn: Wie war das noch mal mit der Unerreichbarkeit von zwei Zielen mittels einem Instrument...?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen