Dienstag, 8. September 2009

Reform der Finanzmarktregulierung

Alan Blinder schreibt in der NYT, dass ein hohes Risiko besteht, dass nötige Reformen der Finanzmarktregulierung in den USA nicht umgesetzt werden, obwohl im letzten Herbst auf dem Höhepunkt der Krise die Chancen dafür so gut standen, wie lange nicht.

Er nennt für das Risiko fünf Gründe: 1) Der Höhepunkt der Krise ist schon zu lange her, 2) Es stehen zu viele andere Punkte auf der Agenda der Legislative, 3) Der Bankensektor hat eine zu starke Lobby, 4) Streit zwischen verschiedenen involvierten Bundesbehörden, 5) "Lack of Focus".

Ich vertrete seit vergangenem Oktober die Position, dass es insbesondere aufgrund der Kombination von 1) und 3) auch im Euroraum besser gewesen wäre, wenn man direkt nach der Eskalation der Krise mit regulatorischen Maßnahmen geantwortet hätte, als sich der Finanzsektor noch in der Schockstarre befand.

Denn: Zu Deregulieren, falls man im Eifer des Gefechts über das Ziel hinausgeschossen ist, ist wahrscheinlich einfacher...

1 Kommentar:

chrislen hat gesagt…

kann ich nur zustimmen

Kommentar veröffentlichen