Donnerstag, 25. März 2010

GP als Ursache der Krise?

Der Economist wärmt noch mal die These auf, dass die Geldpolitik (vor allem der Fed) zur Mitte der Dekade zu expaniv war und dadurch die Übertreibungen, die zur Krise geführt haben, ausgelöst hat.

Wenn man die Entscheidungen der Notenbanker auf Basis von Echtzeitdaten (z.B. über Produktionslückenschätzungen oder Inflationserwartungen) analysiert, findet man aber keine nennenswerten Abweichungen von üblicherweise als "gut" angesehenen Verhaltensmustern (z.B. hier). Das Problem war wenn überhaupt, dass die GP den gleichen Fehleinschätzungen zum Produktionspotential erlag wie andere Marktteilnehmer auch.

Das Problem von sich aufbauenden Blasen an den Finanzmärkten kann nicht durch Geldpolitik beantwortet werden, sondern sollte durch Regulierungsmechanismen eingedämmt werden (siehe dazu auch diesen etwas älteren Beitrag).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen