Freitag, 12. März 2010

"Solvency-Convertible Bonds"

Dennis Snower, Präsident des IfW, hat in der FTD einen Vorschlag gemacht, wie man das "Too-big-to-fail"-Problem lösen könnte. Er schlägt vor, es Banken in der Zukunft nur noch zu erlauben solche Anleihen begeben zu können, die das Recht beinhalten im Insolvenzfall Schulden in Eigenkapital wandeln zu dürfen. Dadurch wäre das "Too-big-to-fail"-Problem gelöst; nicht weil Banken dann in ihrer Größe reglementiert würden sondern weil sie einfach nicht mehr "failen" könnten. Die Vorteile laut Snower:
"Erstens: Die Steuerzahler müssten mit ihrem Geld keine Banken oder Versicherungen mehr retten. Zweitens: Bisherige Gläubiger wären nicht betroffen - schließlich geht es nur um neue Schulden. Und die neuen Gläubiger würden einfach eine Risikoprämie verlangen, die ihr Verlustrisiko durch die mögliche Transformation der Schulden in Eigenkapital ausgleicht. Drittens: Die Zahlungsfähigkeitsgarantie würde von den Anteilseignern des Unternehmens finanziert. Denn die Fremdkapitalkosten würden steigen, und zudem bestünde das Risiko, dass der Wert der eigenen Anteile verwässert, sobald Schulden in weitere Aktien umgewandelt werden."
Der Vorschlag zielt darauf ab, "Debt-to-Equity-Swaps" - wie sie seit Ausbruch der Finanzkrise von verschiedenen Seiten ins Gespräch gebracht wurden, um die Kreditgeber auch an den Verlusten der Banken zu beteiligen - schon von vornherein als reguläres Instrument der Finanzmarktregulierung zu etablieren. Nun bin ich kein Jurist, aber ich könnte mir vorstellen, dass es da jede Menge rechtlicher Probleme gibt, die Geschäftsfreiheit der Banken in dieser weise zu reglementieren (es käme ja einem Verbot herkömmlicher Anleihen gleich, also einem Verbot für Banken sich "normal" zu verschulden). Sollten diese Probleme überwindbar sein, dann wäre dies aber sicher ein guter Weg, die Kosten von Bankenkrisen in Zukunft von den richtigen Leuten bezahlen zu lassen.

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