Dienstag, 27. April 2010

Wirtschaftspolitik in Sachen Griechenland

Gustav Horn findet, dass "die nur zögerlichen Hilfszusagen die Tragödie des Landes [Griechenland] nur verschlimmert [haben]".
"Dieser Weg hätte so ausgesehen: Die EU hätte frühzeitig, also schon vor Wochen, glaubwürdig und klar erklären müssen, eine gemeinsame Verantwortung für das gleichberechtigte Mitglied des gemeinsamen Binnenmarktes zu übernehmen. Inklusive der Bereitschaft, unter Auflagen und im Notfall Zahlungen an Griechenland zu garantieren.

Solch eine Erklärung hätte die Spekulation deutlich erschwert und damit den dramatischen Kursverfall griechischer Anleihen verhindert. Die Zinslasten für Griechenland an den Finanzmärkten wären wohl im Rahmen geblieben. Und genau dies hätte die Chance erhöht, dass sich der Staat aus eigener Kraft retten kann. Dadurch wären auch die deutschen Steuerzahler geschont worden. Glaubwürdigkeit und Klarheit zahlen sich eben aus."
In die gleiche Kerbe schlägt die FTD.

Ich denke, an dieser Argumentation ist etwas Wahres dran. Sicherlich hätte es bei einer anderen Politikreaktion für den heutigen Tag ein anderes Gleichgewicht gegeben, in dem sich Griechenland weiter über die Finanzmärkte hätte finanzieren können.

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