Mittwoch, 2. Juni 2010

Nobelpreisträger über den Euro und Bankenregulierung

Die Sendepause ist ein wenig länger geworden als eine Woche - und in der kommenden Zeit wird der Beitragsfluss auch eher dünn bleiben...

Oliver Williamson, der letztjährliche Nobelpreisträger, spricht in einem Handelsblattinterview unter anderem über den Euro ("Zu früh eingeführt") und Finanzmarktregulierung:
"HB: Was sollten die Aufsichtsbehörden besser machen?
Williamson: Wir müssen genau analysieren, worin das Staatsversagen bestanden hat: Lag es am Design der Regeln oder eher an den Akteuren? Möglicherweise liegt es an beidem. Wir müssen vorsichtig mit Regulierungsempfehlungen umgehen. Es muss dabei mehr rauskommen als ein Trostpflaster, sonst sollte man lieber noch abwarten, bis wir die Probleme besser verstehen."
Da habe ich eine andere Meinung. Sollte man nicht besser direkt erstmal so regulieren, dass die immensen Kosten einer Finanzmarktkrise mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht noch mal auftreten können? Und wenn man die Thematik noch nicht ganz versteht, muss man eben vorsichtshalber "ein bisschen mehr" regulieren. Erst, wenn man die Thematik dann versteht, sollte man überflüssige Regelungen, die nur das Wachstum bremsen - aber keine Sicherungs- bzw. Lenkungseffekte haben, wieder abschaffen. Es kann doch nicht, sein, dass es so rum laufen sollte, wie Williamson meint!

Kommentare:

chrislen hat gesagt…

Überrascht mich ein wenig, dass die Aussage von Williamson kommt. Hört sich im Allgemeinen folgendermaßen an: Wir warten jetzt mal so lange ab bis die Wirtschaft wieder gut läuft, dann kräht kein Hahn mehr nach mehr Regulierung.
Nene Oliver, setzen 6!

anmara hat gesagt…

Hallo Jonas! Hast Du schon entdeckt, dass Dein Artikel auf Handelsblatt.com gezeigt wird? Zusammen mit dem Artikel, auf den Du verlinkst? Handelsblatt.com, WiWo.de, Karriere.de, Freitag.de, LR-Online.de und T-Online.de zeigen nun mit Hilfe von Twingly Blogposts, die auf sie verlinken zusammen mit den jeweiligen Artikeln. Viele Grüße, Anja.

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