Donnerstag, 29. Juli 2010

Arbeitsmarkt in den USA schmiert ab, Teil 2

Noch eine nette Graphik zum US-Arbeitsmarkt. Und zwar die Beveridge-Kurve:


Die Kurve zeigt das Verhältnis von offenen Stellen zu Arbeitslosen für jeden Monat ab Januar 1960. (Die Daten für die offenen Stellen vor 2000 habe ich auf Basis der Arbeit von Barnichon (2009) geschätzt.)

Während der jüngsten Rezession sank die Zahl der freien Stellen; die Zahl der Arbeitslosen stieg gleichzeitig aber deutlich stärker als nach dem relativ stabilen Muster seit 1980 zu erwarten gewesen wäre. Nach der Rezession, als wieder mehr Stellen angeboten wurden, sank die Arbeitslosigkeit kaum. D.h. momentan gibt es bei einem gegebenen Niveau von freien Stellen, deutlich mehr Arbeitslose als es vor der Großen Rezession der Fall war. Das Ausmaß der Verschiebung der Beveridge-Kurve nach rechts-unten im Zuge der jüngsten Rezession kann nur mit der Entwicklung während und nach der Rezession Mitte der 1970er verglichen werden; damals blieb die Arbeitslosenquote danach für über eine Dekade auf einem deutlich erhöhten Niveau.

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