Donnerstag, 15. Juli 2010

Finanzmarktregulierung in den USA

Die neue Regulierung der Finanzmärkte in den USA ist so gut wie beschlossen. Der Senat hat heute dem Plan von Präsident Obama mit knapper Mehrheit zugestimmt. Eine Zusammenfassung des Beschlusses gibt's hier.

Die FTD schreibt:
"Die Neuordnung sieht einen Regulierungsrat unter Vorsitz des US-Finanzministers vor, der über mögliche Risiken für das Finanzsystem wachen soll. Zudem erhält die Regierung neue Vollmachten, alle zusammenbrechenden Finanzinstitutionen zu übernehmen und abzuwickeln. Die Befugnis der Regulierungsbehörden wird gestärkt, große Geldhäuser in kleinere Einheiten aufzuspalten, wenn sie drohen, das Finanzsystem zu gefährden.
Der hochprofitable, aber risikoreiche Eigenhandel der Banken wird eingeschränkt. Geldhäuser mit staatlich versicherten Spareinlagen dürfen nur sehr begrenzt in Hedge- oder Private-Equity-Fonds investieren. Der Umgang der Banken mit komplexen Finanzinstrumenten wird schärfer reguliert. Für den Handel mit riskanteren Derivaten wie etwa aus dem Rohstoffbereich müssen die Finanzinstitute mit eigenem Kapital ausgestattete Einheiten gründen. Ein Großteil des Geschäfts muss künftig über Börsen oder Clearing-Stellen laufen."
Jedenfalls sind die Amerikaner mal wieder schneller und pragmatischer, wenn es drauf an kommt...

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