Dienstag, 16. November 2010

Ritt auf dem Tiger

Hier die Meinung meiner ehemaligen Kollegen am IfW über die neuerlichen Maßnahmen zur quantitativen Lockerung in den USA. Sie sind eher skeptisch.
"Die Fed sollte [...] nicht die Erwartung nähren, dass sie künftig bei jeder Konjunkturschwäche eine quantitative Lockerung betreiben wird. Eine expansivere Politik zum jetzigen Zeitpunkt könnte ihrer Reputation schaden, zumal wenn sie es über eine forcierte Abwertung versuchte, denn dies könnte dazu führen, dass sich internationale Investoren aus den USA zurückziehen. Die Folge wären höhere und nicht niedrigere Zinsen. Zudem könnte sich bei zusätzlichen Käufen von Staatsanleihen in großem Umfang der Eindruck verfestigen, die Notenbank monetisiere die Staatsschulden. Es steht viel auf dem Spiel: Ein Verlust an Glaubwürdigkeit kann dazu führen, dass die Fed künftig – in normalen Zeiten – weniger in der Lage sein wird, eine angemessene Geldpolitik zu betreiben."

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