Sonntag, 5. Dezember 2010

Immer mehr, immer mehr, immer mehr, ...

Ben Bernanke hat öffentlich angekündigt, dass er sich auch eine nochmalige Ausweitung der QE-Maßnahmen vorstellen kann (über das jüngste 600 Mrd.-Programm hinaus).

Ich sehe zwei Probleme. Das eine ist, dass die Glaubwürdigkeit der Fed leiden könnte (wie auch meine ehemaligen Kollegen im Handelsblatt argumentieren). Diese Gefahr ergibt sich zum Teil auch aus dem zweiten, nämlich, dass mehr und mehr auch in der Öffentlichkeit deutlich wird, dass es keinerlei Erfahrungen und sicheren quantitativen Erkenntnisse darüber gibt, wie solche Maßnahmen zur quantitiativen Lockerung wirken. Die Notenbanken erscheinen in der Folge als immer weniger seriös und weniger Herr der Lage.

Entgegen mancher anderer Kommentatoren sehe ich aber kurz bis mittelfristig keine hohe Inflationsgefahr; dafür läuft der Entschuldungsprozess in vielen Ländern noch zu stark.

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