Donnerstag, 16. Dezember 2010

Warum die EZB nicht vor dem Kollaps steht!

Das zeigt ein Beitrag auf FT Alphaville ganz anschaulich. Basierend auf Zahlen von Barclays wird dargestellt, dass die bisher nach MTM-Methode aufgelaufenen Verluste der EZB aus den Staatsanleihekäufen wohl so um die 500 Millionen liegen dürfte (ganzes ESZB allerdings 5 Milliarden).


Hinzu kommt, dass die EZB ja plant, die Dinger bis zum Ende zu halten; d.h. wenn es nicht wirklich zu einem Zahlungsausfall kommt (den ich für bisher ausgegebene Anleihen für sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich, weil politisch nicht gewollt, halte), dann kratzt die EZB die nun niedrige Notierung überhaupt nicht.

Das Spiel mit der Kapitalerhöhung ist wohl wirklich nur ein politischer Schachzug, um den Regierungen deutlich zu machen, dass die EZB mehr und mehr Aufkäufe von Staatsanleihen nicht als "Lösung" für die Schuldenkrise akzeptieren und unterstützen wird.

Update: Die Kapitalerhöhung ist jetzt wohl beschlossene Sache. Und die FTD kommentiert sie als "politisches Signal".

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