Mittwoch, 12. Januar 2011

Bankenabgabe

Natürlich schreien die Banken, wenn man ihnen zum Wohl der Allgemeinheit, und um Anreize zu setzen, weniger riskant zu wirtschaften, höhere Belastungen zumuten möchte. Nur sollte das die Politik nicht stören.

Aktuell wird überlegt, dass die Bankenabgabe auch dann fällig wird, wenn der zu leistende Betrag für eine Bank 0,15 % des Gewinns übersteigt - der Rest soll dann in den Folgejahren gezahlt werden. (Ich frage mich, warum gleiches nicht passieren soll, wenn die Bank Verluste macht; eine riskant und schlecht wirtschaftende Bank ist doch nicht minder gefährlich für die Finanzstabilität als eine riskant und erfolgreich wirtschaftende!)

Die Reaktion der Banken jedenfalls:
"[...] "Die Zumutbarkeitsgrenze von 15 Prozent des Gewinns wird dadurch ausgehöhlt", sagte ein Sprecher des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), der die Privatbanken vertritt. Die weitere Belastung erschwere es den Banken, dringend nötiges Eigenkapital aufzubauen. Auch der Verband Öffentlicher Banken (VÖB), der unter anderem die Landesbanken repräsentiert, übt Kritik. "Die Nacherhebungspflicht schwächt die Institute gerade in einer Situation, in der jedes positive Jahresergebnis der institutseigenen Stärkung der Finanz- und Ertragslage dienen sollte", sagte Hauptgeschäftsführer Karl-Heinz Boos der FTD. [...]"
Wie wäre es mit einer Reduzierung der Personalkosten - oder einer Mäßigung bei den Dividendenzahlungen. So könnte man auch ratzfatz Eigenkapitalrücklagen bilden! (Die Märkte erwarten z.B. momentan, dass die Deutsche Bank 2011 ihre Dividende von 0,80 Euro/Aktie auf 1,06 Euro/Aktie erhöht. Warum aber solche Erhöhungen, wenn es anscheinend überlebenswichtig ist Gewinnrücklagen bilden zu können?)

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