Dienstag, 25. Januar 2011

Deutschland bibbert vor der Inflation

Sonst ja eher ein Freund der Kolumne, Das Kapital, der FTD, muss ich heute mal Widerspruch anmelden. Das Kapital meint mit Blick auf die stark steigenden Großhandels- und Erzeugerpreise, dass ein möglicher Binnenaufschwung nur in hoher Inflation münden könne, die jegliche Reallohngewinne zunichte macht - und damit den Aufschwung im Keim erstickt.

1. Denke ich, dass die zitierten Preisindizes momentan - genau wie der Verbraucherpreisindex - durch Energiepreise und Nahrungsmittelrohstoffpreise getrieben werden, und das sind eher temporäre Faktoren.

2. Denke ich, dass die Lohnzuwächse in den kommenden Quartalen und Jahren noch deutlich zunehmen werden, was aber nicht schlimm ist, sondern geradezu notwendig, um die Balance im Euroraum wieder herzustellen. Bevor die nominalen Löhne nicht um mehr als 3 % steigen, ist jegliches Inflationsgezeter sowieso unangebracht. Und sollte es mehr werden, dann denke ich ist das in der derzeitigen Situation auch nicht das schlechteste.

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