Dienstag, 8. Februar 2011

Superstar: Germany

Der Economist hat aktuell zwei Beiträge über das "Wirtschaftswunder", das wir derzeit in Deutschland nach Meinung mancher erleben.

Warum Deutschland laut Economist so gut durch die Krise gekommen ist?
"What’s Germany’s secret? It helps that the country did not experience a property or credit bubble, and that it has kept its public finances admirably under control. But above all Germany’s success has been export-driven: unlike most other big rich economies it has maintained its share of world exports over the past decade, even as China has risen."
Insgesamt zeigt der Economist, dass Deutschland den Zahlen nach mit das erfolgreichste G7-Land der vergangenen Dekade war.


Der Beitrag schließt mit dem Ausblick:
"Germany has topped the G7 league over the past decade mainly because it avoided a credit bubble. But to maintain its performance over the next decade it needs to boost both domestic spending and its services sector. The good news is that most of Germany’s growth last year did come from domestic demand, not exports. Business investment took the lead, but in the fourth quarter real consumer spending was almost 2% higher than a year ago. The lowest unemployment rate for almost 20 years is likely to push up wages this year and to encourage households to spend more of their income. A recovery which is “Made in Germany” would enable the country to keep up the pace."
(ht Freakonomics)

Kommentare:

chrislen hat gesagt…

But above all Germany’s success has been export-driven
vs.
The good news is that most of Germany’s growth last year did come from domestic demand, not exports.

Ja, was denn nun. Obwohl sich die erste Aussage auf die gesamte letzte Dekade bezieht, seh ich doch einen gewissen Widerspruch. Ich weiss zwar nicht mehr so genau, wo ich es gelesen habe, aber in den letzten Monaten war die binnenwirtschaftliche Nachfrage doch wesentlich schwaecher als erwartet, oder nicht?

Vielleicht koenntest du diese Entwicklng mal was genauer darlegen, auch vor dem Hintergrund der niedrigen Arbeitslosigkeit und der Frage, wie realistisch die Annahme ueber die vom Economist angesprochene Lohnsteigerung ist?

Jonas Dovern hat gesagt…

Zahlen für 2010Q4 kommen demnächst raus. Ich denke, dass sich der Trend einer stärker werdenden Binnennachfrage hier bestätigen wird.

Und was die Löhne angeht, so zeigen ersten nach der Krise ausgehandelte Tarifverträge, dass es wohl (wie bei der Arbeitsmarktlage zu erwarten ist) in Richtung höherer Abschlüsse geht (zuletzt VW). Das gilt natürlich - wie immer - nicht für alle Regionen und Branchen, aber eben im Aggregat.

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