Freitag, 29. Juli 2011

Schuldenkrise ...

... aber diesmal nicht jene von Griechenland - sondern die in den USA:

Langsam wird die Zeit dort ein bisschen knapp, um sich im Kongress noch rechtzeitig auf eine Anhebung des Schuldenlimits zu einigen. Die Schätzungen besagen, dass dem Finanzministerium am kommenden Dienstag das Geld ausgeht, wenn bis dahin nicht die Erlaubnis beschlossen wird, mehr Schulden aufzunehmen.

Dann gäbes es theoretisch 2 Möglichkeiten:
  1. Die USA bedienen fällige Rückzahlungen und/oder Zinszahlungen auf ausstehende Anleihen nicht mehr. Das würde dann mit ziemlicher Sicherheit eine Schockwelle durch die Finanzmärkte schicken, die wohl noch größer wäre als das, was wir in der jüngsten Finanzkrise gesehen haben.
  2. Die USA kürzen von heute auf morgen ihre Staatsausgaben radikalst: Das würde dann mit ziemlicher Sicherheit zu einer heftigen Rezession in den USA führen.
Und die beschriebenen Folgen sind jeweils nur die direkten. In beiden Fällen wäre nichts gutes für die Weltkonjunktur insgesamt zu erwarten ...

... und das ist auch der Grund dafür, warum ich glaube, dass man sich wiedermal - wie so oft im politischen Betrieb - in einer Nachtundnebenaktion doch auf die letzte Sekunde wird einigen können. Denn zurzeit scheint es ja eher an den Republikanern zu haken - und nach dem republikanischen Hickhack der letzten Tage ist der Schwarze Peter für den Fall eines Scheitern der Verhandlungen wohl klar an diese Seite vergeben. Und das kann die Partei, auch wenn sie in den letzten Jahren etwas verrückt geworden ist, nun wirklich nicht riskieren.

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