Donnerstag, 25. August 2011

Lösungsvorschläge

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass alle Vorschläge, die versuchen, konstruktiv zur Lösung der Schuldenkrise beizutragen (und nicht nur die Handelnden kritisieren wie z.B. Herr Wulff) am Ende (neben einer besseren Regulierung der Finanzmärkte) in jedem Fall höhere und vor allem progressivere Steuern beinhalten. W. Buffet machte jüngst einen Vorstoß in diese Richtung. Und nun argumentieren N. Roubini und E. Phelps ganz ähnlich.

Phelps:
"In den USA brauchen wir deutlich höhere Steuern, quer durch die ganze Wirtschaft."
Roubini:
"Um die marktorientierten Volkswirtschaften in die Lage zu versetzen, so zu operieren, wie sie das sollten und können, müssen wir zur richtigen Balance zwischen Märkten und der Bereitstellung öffentlicher Güter zurückkommen. Die richtige Balance heute erfordert die Schaffung von Arbeitsplätzen teilweise durch zusätzliche Steueranreize, die auf produktive Investitionen in die Infrastruktur abzielen. Sie erfordert zudem eine stärker progressive Besteuerung, mehr kurzfristige Steueranreize bei mittel- und langfristiger Haushaltsdisziplin, Unterstützung durch die Währungsbehörden als Kreditgeber letzter Instanz, um ruinöse Bankenstürme zu verhindern, die Verringerung der Schuldenlast insolventer Haushalte sowie eine strengere Aufsicht und Regulierung des amoklaufenden Finanzsystems."
Eigentlich auch logisch ... aber längst noch nicht mehrheitsfähig.

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