Donnerstag, 15. September 2011

Notenbanken helfen mal wieder

Die führenden Notenbanken haben heute verkündet, dass sie den jeweiligen Bankensystemen bis zum Frühjahr 2012 soviel US-Dollar zur Verfügung stellen werden (gegen Sicherheite), wie die Banken haben wollen, wie beispielsweise die FAZ berichtet. Die EZB hat dazu drei Dreimonatsgeschäfte für Oktober, November und Dezember angekündigt.

Technisch läuft das so, dass die US-Dollars erst von der Fed den anderen Notenbanken bereitgestellt werden und dann an die Banken weitergereicht werden:
"Die amerikanische Notenbank Fed hat mit der Europäischen Zentralbank (EZB), der Bank of England, der Schweizerischen Nationalbank und der Bank von Japan drei über jeweils drei Monate laufende Devisentauschgeschäfte („Swaps“) mit Laufzeiten bis zum März 2012 vereinbart. Für die Laufzeit dieser Geschäfte stellt die Fed den anderen Notenbanken Dollar gegen die jeweilige Landeswährung zur Verfügung. Die vier anderen Notenbanken können diese Dollar an Geschäftsbanken aus ihrem Einzugsbericht verleihen. Die Geschäftsbanken dürfen so viele Dollar leihen, wie sie wollen. Die Geschäfte werden zu einem noch festzulegenden Zins abgeschlossen."
Der Schritt hat die Märkte erst mal wieder etwas beruhigt, bzw. positiver gestimmt. Aber er zeigt auch, dass es um die Gesundheit der Banken weltweit nicht zum besten bestellt ist ...

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wir bräuchten mal schleunigst eine langfristige Lösung für die Schuldenkrise und eine taffere Bankenregulierung.

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