Samstag, 22. Oktober 2011

Bankekrise --> Staatsschuldenkrise

Thomas Fricke zeigt in seiner FTD-Kolumne nochmal schön, dass die derzeitigen Probleme mit der höhe der Staatsschulden im Euroraum in erster Linie auf die Bankenkrise/Finanzkrise von 2008 zurückzuführen sind.


Die Staaten haben nämlich (mit der Ausnahme von Griechenland) in den Jahren vor 2008 keine unverantwortliche Budgetpolitik betrieben - deswegen ist eine nun oft geforderte Verschärfung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes nicht die Lösung für die Art von Krise, wie wir sie gerade erleben!

Fricke verweist in seinem Text auf die Arbeiten von Reinhart und Rogoff:
"Wie Reinhart und Rogoff in historischen Studien herausfanden, hat fast jede Bankenkrise irgendwann zu ernsten Problemen in den Staatsfinanzen geführt, manchmal zu Pleiten: "Bankkrisen sind gute Frühindikatoren für Staatsschuldenkrisen", so die Forscher. Man beachte die Wirkungsrichtung."
Deswegen ist es scheinheilig, wenn die Bankelobby in der Öffentlichkeit weismachen möchte, dass es momentan keine Bankenkrise geben würde.

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