Mittwoch, 9. November 2011

Abgesänge auf den Euro

Nachdem die Ankündigung des Rücktritts von Berlusconi nicht zu einer Beruhigung der Lage beigetragen hat, sondern sie noch deutlich verschärft hat (Die Renditen italienischer Staatsanleihen steigen rasant - und eigentlich ist das auch nicht verwunderlich, denn nach der Rücktrittsankündigung ist die Unsicherheit darüber, wie die italienische Politik nach dem Jahreswechsel aussehen wird, noch größer geworden. Eigentlich müssten schnell klare Verhältnisse geschaffen werden und sich das gesamte politische Spektrum auf einen langfristigen Konsolidierungspfad einigen.), werden die Abgesänge auf den Euro lauter.

Z. B. Martin Wolf in der FT (wenn Link nicht geht, über Google auf den Artikel zugreifen):
"Only fear of the consequences of a break-up is now keeping it together. The question is whether that will be enough. I suspect the answer is, no."
Und weiter:
"The crisis will be over if and only if weaker countries regain competitiveness. At present, their structural external deficits are too large to be financed voluntarily."
Und diese notwendige Anpassung (bei festen nominalen Wechselkursen im Euroraum) erleichtert man eben nicht dadurch, dass man zu jeder Tages- und Nachtzeit meint, das Inflationsgespenst zu sehen und laut vor ihm warnen zu müssen.

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