Dienstag, 29. November 2011

Bundesbank kauft Staatsschulden?

Die Schuldenkrise produziert so viele außergewöhnliche Ereignisse, dass man schon mal durcheinander kommen kann, weil man so viele Sachverhalte einschätzen muss, von denen vorher bei denen, die nicht direkt damit zu tun hatten, nie die Rede war.

Guido Tabellini bezieht sich in seiner VoxEU-Kolumne auf die "misslungene" Auktion von Bundesanleihen vergangene Woche und schreibt, dass die Bundesbank als "lender of last resort" für Bundesanleihen fungiert.
"At the time of writing, last week’s auction of German government bonds remains unsold. This is the latest confirmation of what is now widespread distrust. Yet, paradoxically, this could also help to unblock the situation, for two reasons:

First, it has made clear to everyone that, despite its rhetoric, the Bundesbank actually continues to act as lender of last resort, at least temporarily, to the German state. The securities sold at auction because they were absorbed by the Bundesbank, which always plays this role to ensure the liquidity of German securities."
Direkt nach der Auktion hatte ich das erst auch so verstanden. Es ist aber wohl so, dass die Bundesbank zwar die Abwicklung des Verkaufs der Anleihen, die nicht in der Emissionsauktion abgesetzt werden konnten, übernimmt - aber auf Rechnung des Bundes bzw. seiner Schuldenagentur.

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