Donnerstag, 17. November 2011

Sinn und Target 2, Klappe die ?

Nachdem ich zwischenzeitlich aus Medienbeiträgen und Gesprächen den Eindruck gewonnen hatte, dass H.-W. Sinn zumindest von seiner Aussage, dass sich die Target-2-Forderungen, die sich im Zuge der Schuldenkrise im Euroraum aufgebaut haben, negativ auf die Kreditvergabe in Deutschland auswirken würden, scheint die These nun zurück zu sein:
"Hinter den Target-Krediten steht keine autonome Politikentscheidung der Bundesbank und kein direkter Geldverleih. Nach den Statuten der EZB hat jede Zentralbank das Recht, mehr Geld in ihrem Hoheitsgebiet zu schaffen und an die Banken zu verleihen, als es der jeweiligen Wirtschaftsleistung entspricht und als im Inneren des Landes für die Geldversorgung benötigt wird. Nimmt sie dieses Recht in Anspruch, zwingt sie die anderen Notenbanken, in diesem Fall vornehmlich die Bundesbank, die Geldversorgung auf dem Wege der Kreditvergabe einzuschränken."
Bislang hat mir noch keiner erklären können, wieso aus den Target-2-Forderungen der Deutschen Bundesbank Kreditvergaberestriktionen für deutsche Banken entstehen, wo diese sich doch so viel Liquidität bei der EZB holen können, wie sie möchten (bzw. wie sie Sicherheiten vorweisen können). Tatsache ist allein: Derzeit greifen die deutschen Banken nur sehr geringfügig auf diese Option zurück, weil sie ihren Liquiditätsbedarf über Spareinlagen decken.

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