Mittwoch, 9. November 2011

SVR-Gutachten

Der Sachverständigenrat (die 5 Wirtschaftsweisen) hat heute sein Gutachten vorgestellt. Darin steht (wen wundert's?) ziemlich viel über die Schuldenkrise im Euroraum. Der Rat benennt zwar auch die hervorgehobene Rolle Deutschlands bei der Lösung der Krise, sieht aber in erster Linie die "Krisenländer" mit weiteren Sparanstrengungen am Zuge:
"Bei der Bewältigung der Krise im Euro-Raum ist der deutschen Wirtschaftspolitik eine besondere Verantwortung zugewachsen. Sie hat sich dieser Herausforderung letztlich gestellt, insbesondere mit der deutlichen Ausweitung des Handlungsspielraums der EFSF. Aber man darf sich keinen Illusionen hingeben: Die langfristige Stabilisierung des Euro-Raums steht noch aus. Hier sind vor allem die Problemländer gefordert, die Konsolidierung konsequent fortzusetzen und notwendige Strukturreformen mutig in Angriff zu nehmen. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Anstrengungen durch die allgemeine Verunsicherung der Investoren und steigende Risikoprämien unterlaufen werden Für diesen Fall wird in diesem Gutachten das Konzept eines Europäischen Schuldentilgungspakts zur Diskussion gestellt. Er verbindet eine glaubwürdige Konsolidierungsperspektive mit einer umfassenden kurzfristigen Absicherung des europäischen Finanzsystems."
Für die deutsche Konjunktur ist der SVR - wie die Gemeinschaftsdiagnose - verhalten optimistisch:

Kommentare:

chrislen hat gesagt…

Am Ende, wenn sich alle tot gespart haben, heißt es dann sicher von den gleichen Leuten, dass noch immer nicht genug gespart wurde. 1930 all over again...

Jonas Dovern hat gesagt…

Naja, langfristige Konsolidierungspläne müssen in den betroffenen Staaten natürlich schleunigst her. Aber derzeit ist da vieles auch kontraproduktiv, da hast Du Recht.

Kommentar veröffentlichen