Mittwoch, 11. Januar 2012

AEA will Interessenskonflikte öffentlich machen

Die AEA hat auf der diesjährigen Tagung beschlossen, dass Autoren bei Publikation in allen ihren Zeitschriften in Zukunft angeben müssen, welche Honorare/Stipendien sie in den letzten 3 Jahren bekommen haben. Aus der FAZ:
"Die Autoren müssen alle „interessierten Parteien“ angeben, von denen sie in den letzten drei Jahren finanzielle Unterstützung etwa in Form von Beratungshonoraren oder Stipendien von mehr als 10.000 Dollar erhalten haben.

Die Vereinigung mit ihren rund 17.000 Mitgliedern will mit den neuen Regeln der im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise lautgewordenen Kritik entgegenwirken, die Ökonomen seien von der Finanzwirtschaft und anderen Unternehmen „gekauft“ worden. Die amerikanische Öffentlichkeit erwartet üblicherweise, dass Ökonomen, die sich etwa in Zeitungskommentaren oder als Experten im Kongress äußern, unabhängig sind. Wie mehrere Studien zeigen, legen viele Ökonomen dabei [bisher] aber nicht offen, in welchen Diensten sie neben ihrer Universitätstätigkeit stehen."
Eine genausogute Neuerung, wie ich finde, wie die in vielen guten Zeitschriften mittlerweile eingeführte Publikationspflicht für verwendete Daten.

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