Dienstag, 28. Februar 2012

EZB akzeptiert keine Griechen-Bonds mehr

Die EZB hat nach der erneuten Herabstufung der Bonität griechischer Staatsanleihen durch Standard & Poor's beschlossen bis auf weiteres keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheiten für Refinanzierungsgeschäfte zu akzeptieren (Wichtig: Bisher wurden diese Anleihen nur zu ihrem aktuellen Marktwert akzeptiert ... und dann auch noch mit einem saftigen Haircut versehen. D. h. viel Geld (in Relation zum Nennwert) bekam man schon lange nicht mehr für diese Papiere.):
"The Governing Council of the European Central Bank (ECB) has decided to temporarily suspend the eligibility of marketable debt instruments issued or fully guaranteed by the Hellenic Republic for use as collateral in Eurosystem monetary policy operations. This decision takes into account the rating of the Hellenic Republic as a result of the launch of the private sector involvement offer."
Allerdings hat die EZB schon angekündigt, diesen Schritt rückgängig zu machen, wenn das zweite Rettungspaket für Griechenland endgültig verabschiedet ist:
"Marketable debt instruments issued or fully guaranteed by the Hellenic Republic will become in principle eligible upon activation of the collateral enhancement scheme agreed by the Heads of State or Government of the euro area on 21 July 2011, and confirmed on 26 October 2011, together with a number of other measures aimed at assisting Greece in its adjustment programme. This is expected to take place by mid-March 2012."
Vielleicht kann man den heutigen Schritt als einen ersten Versuch der EZB ansehen, sich aus den Zwängen von "quasi-fiskalischen" Aufgaben zu befreien, bzw. die Regierungen des Euroraums daraufhinzuweisen, dass es eigentlich ihre Aufgabe ist, die Funktionstüchtigkeit/Solvenz des griechischen (und zypriotischen) Bankensystems wiederherzustellen.

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