Donnerstag, 26. April 2012

ESM für Bankenstützung?

Anscheinend wird nun doch - endlich - überlegt, ob die Finanzmittel des ESM nicht dazu genutzt werden sollten, marode Bankensysteme direkt zu stützen (anstatt den Weg über die nationalen öffentlichen Budgets zu gehen).

Mittwoch, 25. April 2012

Abrechnung mit RBC-Modellen

Auf Noahpinion steht seit vorgestern eine Abrechnung mit RBC-Modellen (Real Business Cycle Modellen), die sehr lesenswert - um nicht zu sagen amüsant - ist.

Asymmetrie in Wipo-Empfehlungen

Ich habe hier ja schon des Öffteren angemerkt, dass ich nicht verstehe, warum vielen Kommentatoren der Makorökonomie durchgegangen lassen wird, dass sie in vielen Fällen sehr asymmetrisch argumentieren

Dienstag, 24. April 2012

Erholung der Weltwirtschaft

Mein Mitautor Prakash Loungani hat zusammen mit zwei Kollegen für den IWF World Economic Outlook untersucht (Box 1.2), wie der Verlauf der aktuellen Erholung der Weltwirtschaft im Vergleich zu früheren Aufschwungsphasen abschneidet.

Freitag, 20. April 2012

Fiskalmultiplikatoren


Der IWF hat untersucht (im Fiscal Monitor), wie sich die Fiskalmultiplikatoren (d. h. um wie viele Prozentpunkte das BIP sich verändert, wenn man das öffentliche Budget um 1 Prozentpunkt des BIP verändert) unterscheiden, jenachdem in welchem Zustand die Auslastung der Produktionskapazitäten in der Wirtschaft sind.

Donnerstag, 19. April 2012

Presseecho auf Frühjahresgutachten

Das schreiben die Zeitungen in Deutschland zum Frühjahresgutachten:

Frühjahresgutachten, jetzt offiziell

Heute um 11h wurde dann auch offizell das Frühjahresgutachten der Gemeinschaftsdiagnose vorgestellt, nachdem das Handelsblatt das gestern schon für die wichtigsten Kennziffern übernommen hatte. Deswegen waren die Prognosen für den Anstieg des realen BIP von 0,9 % (2012) und 2,0 % (2013) bereits bekannt.

Erweiterter BigMac-Index

Das Fazitblog der FAZ berichtet über eine Studie, die das Konzept des BicMac-Index noch erweitert und untersucht hat, wie viele BigMacs sich ein BigMac-Verkäufer nach einer Stunde Arbeit leisten kann.

Mittwoch, 18. April 2012

Frühjahresgutachten

Irgendjemand hat wieder geplappert. Das Handelsblatt kennt bereits angebliche Eckpunkte des Frühjahresgutachten der Gemeinschaftsdiagnose.

Outlook für Euroraum

Auf dem Liberty-Street-Blog der New-York-Fed werden auf Basis der SPF der EZB die Konjunkturaussichten für den Euroraum analysiert. Das Fazit: Nicht sehr rosig.

Der beste Chart:


Er zeigt, dass bei der jüngsten Umfrage negativen Zuwachsraten sogar mehr Wahrscheinlichkeit beigemessen wurde, als mitten in der Rezession 2008/2009.

PS: Am Donnerstag wird das Frühjahresgutachten der Gemeinschaftsdiagnose veröffentlicht ... da gibt's dann auch noch ein paar neue Zahlen zu den Euroraumperspektiven.

Revealed Macro-Preference

Via Mark Thoma eine Meta-Analyse der Makropolitik in depressiven Industriestaaten von interfluidity:
"We are in a depression, but not because we don’t know how to remedy the problem. We are in a depression because it is our revealed preference, as a polity, not to remedy the problem. We are choosing continued depression because we prefer it to the alternatives. [...]

But the preferences of developed, aging polities — first Japan, now the United States and Europe — are obvious to a dispassionate observer. Their overwhelming priority is to protect the purchasing power of incumbent creditors. That’s it. That’s everything. All other considerations are secondary. These preferences are reflected in what the polities do, how they behave. They swoop in with incredible speed and force to bail out the financial sectors in which creditors are invested, trampling over prior norms and laws as necessary. The same preferences are reflected in what the polities omit to do. They do not pursue monetary policy with sufficient force to ensure expenditure growth even at risk of inflation. They do not purse fiscal policy with sufficient force to ensure employment even at risk of inflation. They remain forever vigilant that neither monetary ease nor fiscal profligacy engender inflation. The tepid policy experiments that are occasionally embarked upon they sabotage at the very first hint of inflation. The purchasing power of holders of nominal debt must not be put at risk. That is the overriding preference, in context of which observed behavior is rational."

Dienstag, 17. April 2012

Bundesbank verklagt

LOL.

Andere Positionen zu Politikempfehlungen des IWF

Mark Thoma über Jonathan Portes über die Empfehlungen des IWFs zur Finanzpolitik in den Industriestaaten.
"I think it's also important to recognize that much of the push for austerity is ideological. The real goal is smaller government by whatever means and the (failed) confidence fairy economic argument - the idea that cutting the deficit would increase our confidence in the future and cause enough spending to more than compensate for the austerity measures - is used to justify cutting government spending. This is why those who push for austerity only want to talk about cutting government spending. Increasing taxes, another way to close the budget gap and call the mythical confidence fairy, is completely off the table."

IWF: Neuer WEO publiziert

Der IWF hat heute den neuen World Economic Outlook (WEO) publiziert. (Zusammenfassung kann über diesen Link eingesehen werden.) Darin geht der IWF davon aus, dass sich das globale Wirtschaftswachstum von 4 % in 2011 auf 3,5 % im laufenden Jahr abkühlen wird, bevor die Konjunktur mit 4,1 % in 2013 wieder anzieht. (Für Deutschland gehen die Kollegen von 0,6 % Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr und 1,5 % für 2013 aus.)

Als größte Risiken werden eine Eskalation der Schuldenkrise im Euroraum sowie ein scharfer Anstieg des Ölpreises aufgrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten genannt.

Zur Politik im Euroraum empfiehlt der IWF:
"Given prospects for very low domestic inflation, there is room for further monetary easing; unconventional support (notably LTROs and purchases of government bonds) should continue to ensure orderly conditions in funding markets and thereby facilitate the pass-through of monetary policy to the real economy. In addition, banks must be recapitalized – this may require direct support from a more flexible EFSF/ESM."
Dazu würde ich anmerken, dass die ersten Maßnahmen notwenig sind ... aber nur Symptome lindern, während die Rekapitalisierung der Bankensysteme das ist, was schleunigst in Angriff genommen werden sollte.

Ein ganzes Kapitel widment sich der Frage, welche Auswirkungen sich aus dem starken Aufbau der Verschuldung der privaten Haushalte in vielen Ländern vor der Krise ergeben und was die Politik tun kann, um die negativen Effekte abzumildern. Dazu eine Abbildung aus dem Kapitel:


Freitag, 13. April 2012

INET-Konferenz

Derzeit findet in Berlin eine Konferenz des Institute for New Economic Thinking über "Rethinking Economics + Politics" statt.

Man kann das ganze per Livestream verfolgen (was ich heute z. T. getan habe und was sehr zu empfehlen ist). Für alle, die es verpasst haben, gibt es aber auch alle Vorträge und Diskussionen als Video zum nachgucken. Und zwar: Hier.

Das Programm für morgen findet sich: Hier.

Von der Konferenz berichten unter anderem: Der Fazit-Blog der FAZ und der Wirtschaftswunderblog der FTD.

Dienstag, 10. April 2012

Finanzstressindikator, Ergebnisse für März

Der von mir monatlich berechnete Finanzstressindikator zeigt für März einen Rückgang der Spannungen auf dem Finanzmarkt in Deutschland an.


Der Index ging relativ deutlich von 1,07 im Vormonat auf 0,82 Punkte zurück. Allerdings scheinen zuletzt wieder vermehrt Befürchtungen über eine "Rückkehr der Schuldenkrise" im Euroraum aufgekommen zu sein. Ein Rückprall nach oben ist für April also nicht auszuschließen ...

Sonntag, 1. April 2012

Sendepause

Unterwegs auf Dienstreise in Sachen Konjunkturprognose. Deswegen: "Limited posting during the next days!"