Freitag, 27. April 2012

Herabstufung der Bonität von Spanien

Standard & Poors hat gestern die Bonität von Spanien herabgestuft, weil es den Ausblick für die Konjunktur und die Staatsfinanzen nun pessimistischer einschätzt als vor ein paar Monaten. In der Begründung heißt es unter anderem:
"In our view, the strategy to manage the European sovereign debt crisis continues to lack effectiveness. We think credit conditions, and hence the economic outlook for Spain, could now deteriorate further than we anticipated earlier this year unless offsetting eurozone policy measures are implemented to support investor confidence and stabilize capital flows with the rest of the world. Such measures at the eurozone level could include a greater pooling of fiscal resources and obligations, possibly direct bank support mechanisms to weaken the sovereign-bank links, and a consolidation of banking supervision or a greater harmonization of labor and wage policies."
Ohne das bewerten zu wollen - natürlich wünschen sich die Finanzinvestoren eine Tendenz hin zur Vergemeinschaftung der Staatsschulden im Euroraum - zeigt die Passage aber ganz deutlich, dass es die Politik bislang immer noch nicht geschafft hat, eine Krisenlösung auf den Weg zu bringen, die das Vertrauen der Marktteilnehmer erhält (bzw. besser gesagt: wiedergewinnt).

Und um jetzt doch was zu bewerten: Bis auf die pauschale Forderung nach Schuldenvergemeinschaftung sind das ja alles Forderungen, die 100-prozentig Sinn machen.

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