Dienstag, 17. April 2012

IWF: Neuer WEO publiziert

Der IWF hat heute den neuen World Economic Outlook (WEO) publiziert. (Zusammenfassung kann über diesen Link eingesehen werden.) Darin geht der IWF davon aus, dass sich das globale Wirtschaftswachstum von 4 % in 2011 auf 3,5 % im laufenden Jahr abkühlen wird, bevor die Konjunktur mit 4,1 % in 2013 wieder anzieht. (Für Deutschland gehen die Kollegen von 0,6 % Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr und 1,5 % für 2013 aus.)

Als größte Risiken werden eine Eskalation der Schuldenkrise im Euroraum sowie ein scharfer Anstieg des Ölpreises aufgrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten genannt.

Zur Politik im Euroraum empfiehlt der IWF:
"Given prospects for very low domestic inflation, there is room for further monetary easing; unconventional support (notably LTROs and purchases of government bonds) should continue to ensure orderly conditions in funding markets and thereby facilitate the pass-through of monetary policy to the real economy. In addition, banks must be recapitalized – this may require direct support from a more flexible EFSF/ESM."
Dazu würde ich anmerken, dass die ersten Maßnahmen notwenig sind ... aber nur Symptome lindern, während die Rekapitalisierung der Bankensysteme das ist, was schleunigst in Angriff genommen werden sollte.

Ein ganzes Kapitel widment sich der Frage, welche Auswirkungen sich aus dem starken Aufbau der Verschuldung der privaten Haushalte in vielen Ländern vor der Krise ergeben und was die Politik tun kann, um die negativen Effekte abzumildern. Dazu eine Abbildung aus dem Kapitel:


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