Sonntag, 13. Mai 2012

Eurodämmerung

Na, da lehnt sich mit P. Krugman ja mal einer mächtig aus dem Fenster.

Ich glaube ehrlich gesagt, dass das Timing des politischen Prozesses und die politischen Energien, die noch mobilisiert werden können, schlecht einzuschätzen sind.

Wo ich mit ihm übereinstimme ist in der Voraussage, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro nichts Gutes für die übrige Eurozone bringen würde. Denn dann: Gute Nacht Spanien, gute Nacht Portugal, gute Nacht Italien ... oder was würdet ihr tun, wenn ihr als Spanier, Portugiesen oder Italiener sehen würdet, dass die Leute in Griechenland ihre Bankguthaben über die Einführung einer neuen Währung entwertet bekommen? 

Genau: Nix wie weg mit dem Geld auf eigene Konten oder Konten von Verwandten in anderen Euroraumstaaten. Und dann wird es zappenduster für die dortigen Bankensysteme.

Ergo: Griechenlands Austritt aus der Eurozone kann nur mit der parallelen Einführung von Kapitalverkehrskontrollen/-verboten in der Eurozone durchgeführt werden. (Krugmans Szenario 3b ist aufgrund der Massivität der dann ausgelösten Kapitalströme meiner Meinung nach nicht durchführbar.) 

Will das jemand aus der Befürworterecke für einen Austritt? Bzw. hat darüber schon mal jemand jemanden reden hören, der behauptet, wenn Griechenland austreten würde, dann würde dort und im Rest der Eurozone alles besser?

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