Mittwoch, 9. Mai 2012

Machen es sich die Ökonomen zu leicht?

In der Huffington Post bin ich an einem Absatz in einem Beitrag von P. S. Goodman über die Reaktion von Ökonomen und Politik auf die hohe Arbeitslosigkeit in den USA hängen geblieben.

Darin schreibt Goodman:
"Structural unemployment is functionally a euphemism that allows its adherents to claim the imprimatur of professorial authority while condemning millions of people to long-term joblessness -- all this, without having to feel mean or heartless. People are out of work, but nothing can be done. What a pity! Please pass the paté."
Nun glaube ich nicht, dass es nicht institutionelle Gründe für eine hohe und persistente Arbeitslosigkeit geben kann. Aber im Fall der derzeitgen Situation in den USA teile ich seine Sichtweise der Dinge. Denn: An den Institutionen, die vor der Krise in der Lage waren ein Wirtschaftsgeschehen zuzulassen, das über zwei Dekaden mit sehr niedriger Arbeitslosigkeit (ohne Inflationsdruck)  einherging, hat sich NICHTS geändert (abgesehen von temporären Verlängerungen der Arbeitslosenhife, die aber keine großen Auswirkungen haben dürften). 

Wie kann man in einer solchen Situation akzeptieren, dass auf einmal ein paar Millionen Arbeitsplätze weniger das Gleichgewicht darstellen sollen?

(Über die Frage von zyklischer vs. strukturelle Arbeitslosigkeit wird in den USA derzeit viel diskutiert. Hier nur Links zu einigen Beiträgen: Ezra Klein, Raghuram Rajan, Paul Krugman, Mike Konczal.)

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