Montag, 9. Juli 2012

Debatte um Bankenunion

Mittlerweile haben eine ganze Reihe Ökonomen den "Gegenaufruf" vom Freitag unterzeichnet. Die Liste kann unter diesem Link eingesehen werden.

Die ganz schlauen haben sowohl den Aufruf von Krämer/Sinn unterschrieben, in dem es heißt, ...:
"Wir, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler der deutschsprachigen Länder, sehen den Schritt in die Bankenunion, die eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Eurosystems bedeutet, mit großer Sorge."
... als auch den Aufruf vom Freitag, in dem es heißt:
"Ein  gemeinsamer Währungsraum  mit  freien  Kapitalströmen  kann  ohne  eine  Europäische  Bankenunion  nicht  sinnvoll funktionieren.  Die  Beschlüsse  auf  dem  letzten  EU  Gipfeltreffen  gehen  deshalb  in  die  richtige  Richtung."
Naja, muss ja jeder selber wissen ...!

Was gibt es sonst so? Dem Bund wird weiterhin eine Prämie gezahlt, wenn er Geld für ein halbes Jahr nimmt, d. h. die Renditen auf kurzlaufende Bundesanleihen sind immer noch negativ, während Spanien für langfristige Staatsanleihen wieder Zinsen von über 7 % zahlen muss.

Außerdem waren heute viele von den starken Exportzahlen für Mai überrascht. Die Konjunktur in Deutschland läuft also weiterhin ganz gut, während sich der Rest der Eurozone in der Rezession befindet.

Update: Hier relativieren Sinn und Krämer die Schärfe ihres Aufrufs in einem Beitrag in der F.A.Z. etwas.

Kommentare:

Dennis Görlich hat gesagt…

Und die Aufrufparty geht weiter: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/oekonomen-aufruf-im-wortlaut-zur-europaeischen-bankenunion-11815081.html

Dennis Görlich hat gesagt…

Ah ne, ist der gleiche. Komme schon ganz durcheinander...

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