Montag, 16. Juli 2012

Hauspreise in Deutschland

Hin und wieder werden steigende Immobilienpreise als Kronzeuge dafür herangezogen, dass in Deutschland aufgrund der expansiven Geldpolitik schon die neue Blase und riesige Fehlinvestitionen entstehen. Dabei sollte man sich das Ganze im langfristigen Kontext anschauen.

db research hat eine Studie zu den Immobilienpreisen in Europa veröffentlicht, in der sich folgende Graphik findet:


Die Hauspreise in Deutschland sind nominal (!) auf dem Niveau von 1994, d. h. in knapp 20 Jahren hat es keine Wertsteigerung gegeben. Wenn da in einzelnen Lagen Preise auch mal zweistellig steigen, dann würde ich das nicht gleich als bedrohlich ansehen.

Denn auch hier sollte man Anpassungsprozesse symmetrisch bewerten. Und, wenn man sich eine weitere Graphik anschaut, ...


... dann sieht man, dass die Immobilienpreise in Deutschland längst nicht mit der Entwicklung der Einkommen Schritt gehalten haben. Ein Teil davon mag demographiebedingt sein (auch wenn der aufgrund des Trends zu Singlehaushalten nicht so groß sein dürfte, wie allein die demographische Entwicklung nahe legen würde); aber ein gewisses Aufholpotential ist doch wohl da.

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