Sonntag, 1. Juli 2012

IWF über notwendige Wirtschaftspolitik in Europa

Bin gerade über einen Diskussionsbeitrag des IWFs zur Wirtschaftspolitik in Europa und im Euroraum im Speziellen gestoßen. Darin ist zum einen noch mal schön dargestellt, wie verhehrend die Lage vor allem in Südeuropa ist:
Auch hilfreich, um einen Überblick zu bekommen und die Gedanken zu sortieren, ist eine Tabelle, in der der IWF eine Übersicht darüber gibt, auf welchen Gebieten in den einzelnen Ländern noch Reformbedarf besteht:
 
Interessant ist aber vor allem, dass der IWF erkannt hat, dass in den Problemländern zwar definitiv Strukturreformen notwendig sind; dass diese aber gleichzeitig von Stimulationsmaßnahmen begleitet werden müssen, weil eine weitere Fortsetzung der Depression die Lage nur verschlimmert.
"The long-run gains from product and labor market reforms are found to be substantial, offering a much-needed opportunity to increase Europe’s growth potential. Moreover, a simultaneous push for reform could generate positive cross-country spillovers. However, gains from structural reforms accrue gradually, and the immediate gains are unlikely to be large. With the current weak economic outlook, combined with fiscal and financial stability woes, supportive macroeconomic policies need to accompany the structural reforms, even if the policy space is limited. Hence, accommodative monetary policy should continue, and, while fiscal consolidation should proceed, it should be structured to avoid excessive procyclicality."

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