Mittwoch, 25. Juli 2012

... und 'ne Rechnung des ifo

Unter dessen hat das ifo Institut eine Liste mit Kosten für verschiedene Griechenlandszenarien aufgestellt.
Demnach kommt der deutsche Staat bei einem Austritt Griechenlands momentan billiger weg (um nicht zu sagen "weniger teuer weg") als bei einem Verbleib in der Eurozone mit Zahlungsausfall.


Die Differenz liegt allerdings "nur" bei rund 6,5 Mrd. Euro. Wie das ifo Institut auch schreibt sind in die Berechnung weder Abschätzungen über die Verluste des deutschen Privatsektors noch Kosten von durch das eine oder andere Szenario bedingten konjunkturellen Effekten eingeflossen. 

Mein Gefühl sagt mir, dass diese "anderen Kosten" im Austrittsszenario deutlich höher wären als im Szenario des Verbleibs im Euroraum; und zwar nicht zuletzt wegen der Ansteckungseffekte, die sich bei einem Austritt auf andere Mitgliedsstaaten ergäben.

To sum it up: Gut, dass das ifo Institut damit beginnt Kostenschätzungen für verschiedene Szenarien zu machen. Schade, dass die Rechnung so eng gefasst ist. (Wobei man sagen muss, dass die anderen von mir angesprochenen Positionen natürlich nur sehr schwer bis fast überhaupt nicht quantitativ zu beziffern sind; aber qualitativ könnte man das schon machen.) 

Insgesamt kann man vermuten, dass das ifo Institut durch diese Rechnung den Beführwortern eines Austritts in Regierung und Parlament Munition liefern möchte. Dagegen ist aber einzuwenden, dass die gesamtwirtschaftlich bedeutsameren Kostenposten in der Rechnung aber nicht auftauchen. (Selbst für den Steuerzahler/Staat dürften die durch in der Rechnung nicht berücksichtigte Effekte bedingten Veränderungen bei den Einnahmen und Ausgaben die Rechnung sehr deutlich beeinflussen!)

Kommentare:

Stefan Wehmeier hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Jonas Dovern hat gesagt…

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