Sonntag, 19. August 2012

Läutet die EZB eine neue Runde im Euro-Spiel ein?

Der Spiegel berichtet, dass die EZB wohl auf der nächsten Sitzung im September beschließen könnte, Obergrenzen für die Zinsaufschläge bei Staatsanleihen aller Mitgliedsstaaten gegenüber deutschen Staatsanleihen zu spezifizieren.
"Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt, bei ihren künftigen Anleihekäufen Zinsschwellen für jedes Land festzulegen. Demnach würde sie Staatspapiere von Krisenländern immer dann kaufen, wenn deren Zinsen einen bestimmten Aufschlag auf die Renditen deutscher Bundesanleihen überschreiten." 
Dieser Schritt wäre ein großer für die EZB, weil die Sache nur funktionieren kann, wenn die EZB bereit ist, Staatsanleihen in unbegrenztem Umfang zu kaufen und dies auch klar kommuniziert. (Mit dem erhofften (und wahrscheinlichen) Effekt, dass sie gar nicht viel kaufen muss, weil die Marktkräfte die Rendite unter die jeweilige Schwelle treiben.)

Und genau deswegen glaube ich das erst, wenn es die offizielle EZB-Pressemitteilung dazu gibt ...

Außerdem wird die EZB in Zukunft wohl jeweils bekannt geben, welche Staatsanleihen sie in welchem Umfang gekauft hat. (Bislang wurde nur die jeweilige Gesamtsumme bekanntgegeben - aber keine Aufschlüsselung nach Ländern.) 

Update: Hier noch ein Link zu einem Bloomberg-Bericht mit ein paar Einschätzungen zu dem Thema.

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