Freitag, 5. Oktober 2012

Wer profitiert vom "Aufschwung" in den USA

Egghat greift in seinem Blog neue Zahlen zur Einkommensentwicklung in den USA auf, die zeigen, wie ungleich die verschiedenen Einkommensschichten vom Aufschwung profitieren. Die Zahlen, auf die er sich bezieht, stammen aus dem Einkommensbericht für 2011 der US-Statistikbehörde.

Egghat fasst zusammen:
"Wenn ich die Bevölkerung nach Einkommen in 5 Scheiben schneide, hatten die 4 Scheiben mit den niedrigsten Einkommen in 2011 Rückgänge zu verzeichnen.

     -1,2% (bis 20.262$/Jahr)
     -1,0% (20.263 bis 38.250$/Jahr)
     -1,9% (38.251 bis 62.434$/Jahr)
     -1,8% (62.435 bis 101.582$/Jahr)
     +1,6% (über 101.582$)

Die obersten 5% (ab 186.000$) konnten noch stärker zulegen und verdienten 4,9% mehr. Aus den 1,6% Plus für die Top-20% und den 4,9% Plus für die Top-5% kann man schon ableiten, dass nicht einmal die unteren 15 Prozentpunkte der obersten 20% (also die zwischen 80 bis 95% der Einkommen) Zuwächse hatte. Das konzentrierte sich ausschließlich ganz oben."
Einen Aufschwung merken also nur ganz wenige im Portemonaie. Die Perspektive auf die langfristige Entwicklung bietet eine Abbildung aus dem Report:

 
Das mittlere Einkommen liegt real demnach ungefähr auf dem Niveau von 1989. Da hat der Kapitalismus also gesiegt ... aber in den knapp 25 Jahren danach hatten die wenigsten was davon ;-)

(Es gibt einen Haufen Literatur darüber, warum das so ist (schlechte Politik, sich ändernde Nachfrage nach bestimmten Skills, etc.), aber ich finde gerade keine schönen Links dazu.)

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