Dienstag, 20. November 2012

Wie am Fließband ...

... produziert die Bundesbank derzeit eine Idee nach der anderen ... und gar nicht mal so schlechte.

Erst schlug J. Weidmann vor, dass Griechenland ein Teil der Schulden dann erlassen werden sollte, wenn vorher substantielle Reformen umgesetzt wurden. Quasi als Belohnung.

Dann hat er sich gleich auch mal zur Bankenunion geäußert. Aus der F.A.Z.:
"Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat sich für stärkeren Einfluss der großen Euroländer auf die entstehende gemeinsame Bankenaufsicht ausgesprochen. Im Zusammenhang mit der Legitimierung aufsichtlicher Entscheidung stelle sich die Frage des Abstimmungsmodus, heißt es in einer Rede, die Weidmann am Montag auf einer Frankfurter Bankenkonferenz hielt.  „Da solche Entscheidungen ja auch fiskalische Kosten nach sich ziehen können, wäre nur eine Stimmengewichtung konsequent, etwa nach Kapitalanteilen.“ [...]
Weidmann forderte in seiner Rede außerdem die Einführung von Obergrenzen für Staatskredite der Banken. Eine Bank solle künftig nur noch bis zu einem noch zu bestimmenden Höchstmaß einem einzelnen Staat Kredit gewähren dürfen. Zudem sollten die Banken solche Kredite künftig mit Eigenkapital absichern. Beides ziele darauf, dass Forderungen gegenüber Staaten in den Bilanzen der Banken nicht mehr gegenüber anderen Aktiva begünstigt würden.  Die Eigenkapitalunterlegung von Staatsanleihen hätte zudem den Vorteil, dass frühzeitiger Preissignale gesendet würden, wenn sich eine unsolide Entwicklung der Staatsfinanzen abzeichne, argumentierte Weidmann."
Hört sich auch beides vernünftig an.

Ich bin noch ein paar Tage in Washington unterwegs. Deswegen weiterhin wenig Traffic hier ...

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