Donnerstag, 13. Dezember 2012

Wieder mal zum Thema Verhaltensökonomie ...


Und wieder mal wird mir nicht klar, auf welcher Basis die Kritiker die eine Standardoption als "freier" als eine andere Standardoption klassifizieren. 

Die Kolumne kommt ohne Beispiele aus und kritisiert einfach mal so die "Manipulation von Menschen" durch die Verhaltensökonomie. Ist es aber, wenn wir mal das Beispiel der Organspende nehmen, nicht so, dass es vollkommen beliebig ist, ob "Spenden" oder "Nicht-Spenden" die Standardoption ist, solange jeder mit dem gleichen Aufwand von der einen in die andere bzw. von der anderen in die eine Option wechseln kann?

Irgendwie scheinen die Kritiker a) zu verkennen, dass es in den meisten Fällen eine Standardoption geben muss (und wenn es nur die Option ist, die ganz oben zum ankreuzen bereitsteht,), und b) setzen sie oftmals den Status-quo als die Option fest, die den Menschen mehr Freiheit lässt.

Ich habe über dieses Thema nun schon mit mehreren Ökonomen gesprochen, die selber im Bereich der experimentellen Verhaltensökonomie tätig sind, ... und jedesmal waren wir uns einig, die Argumente der Kritiker einfach nicht logisch nachvollziehen zu können.
 

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