Dienstag, 8. Januar 2013

Entwicklung des Target-Saldos

Hmmm ... die Welt geht doch nicht unter, und die Targetforderungen der Bundesbank sind bislang noch nicht geplatzt sondern sinken seit einiger Zeit sogar wieder.

Die F.A.Z. berichtet basierend auf den neuesten Zahlen der Bundesbank, dass die Forderungen der Bundesbank im Dezember bereits um rund 100 Mrd. unter dem Rekordstand lagen.


Zwar verfällt die F.A.Z. im Artikel erst noch dem Irrtum den gesamten Aufbau der Targetforderungen der Finanzierung von Leistungsbilanzdefiziten zuzuschreiben ...
"Der „Targetsaldo“ ist in den vergangenen zwei Jahren in die Höhe geschossen, als die Leistungsbilanzdefizite der Krisenländer und vor allem die Kapitalflucht aus diesen Ländern immer weniger durch private Kreditgeber finanziert wurden."
... erwähnt dann aber auch, dass auch Kapitalflucht ein wichtiger Treiber der Salden ist ...

"Wichtiger noch sei, dass die riesigen Abflüsse privaten Kapitals aus den Krisenländern seit dem dritten Quartal des vergangenen Jahres versiegt seien. Zeitweise hätten die Kapitalabflüsse aus Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien binnen zwölf Monaten rund 20 Prozent der Wirtschaftsleistung entsprochen."
Und mal schauen, in wie vielen Analysen in Deutschland die Rolle der EZB für das Stoppen eben dieser Kapitalausfuhren seit dem Sommer gebührend gewürdigt wird ...

Bezeichnend das Zitat von Jörg Krämer am Ende des Beitrags:
"Ich halte diese Politik für falsch, weil sie falsche Anreize setzt. Aber sie wirkt."
Ja, was denn nun?

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