Freitag, 11. Januar 2013

Kritik an Prognosen

Kritik an Konjunkturprognosen kann man so oder so äußern.

Nämlich so, wie ein FAKT-Beitrag, für den ziemlich schlecht recherchiert wurde und in den viele, sagen wir mal, kuriose Wortbeiträge eingearbeitet sind und in dem die wichtigsten Auftraggeber/Konsumenten von Konjunkturprognosen - die Ministerien - komischerweise gar nicht zu Wort kommen.
"Ähnlich äußerte sich der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Martin Lindner. Auch er kritisierte die Zuverlässigkeit und den Nutzen der Wirtschaftsprognosen. Wer sich davon leiten lassen wolle, könne auch in den Kaffeesatz gucken. Für seine Arbeit hätten die Prognosen wenig Bedeutung. Die Politik sollte einen langfristigen Rahmen setzen und nicht kurzfristige Prognoseerwartungen erfüllen."
 Oder so, wie in dem sachlichen Beitrag von Dieter Wermuth auf Herdentrieb.
"Das heißt allerdings nicht, dass Prognosen überflüssig sind, denn grundsätzlich basieren alle Entscheidungen, die bis weit in die Zukunft hinein Folgewirkungen haben, auf Einschätzungen darüber, wie es wirtschaftlich weitergehen wird, also auf Prognosen. Wie sonst könnte zum Beispiel die Regierung ihre mittelfristige Finanzplanung aufstellen?

Alle Politiker und Marktteilnehmer brauchen sie. Sie sind nicht nur in Planwirtschaften, sondern auch in den modernen Marktwirtschaften unverzichtbar. Sie sind ja nichts Anderes als in Zahlen gefasste Erwartungen. Und Erwartungen bestimmen, was gekauft wird, ob man studiert oder nicht, für welchen Job man sich entscheidet, oder ob man heute investiert oder erst in ein paar Jahren.

Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass es sich bei Prognosen um Tendenzaussagen handelt, die schon dann nützlich sind, wenn sie die Faktoren benennen und gewichten, auf die es ankommt."

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