Dienstag, 5. Februar 2013

Brüderles Inflationsidee

Na, da hat der Hoffnungsträger der FDP ja eine super Idee gehabt.
"Opfer der Inflation zu werden, gehört seit Jahrzehnten zu den größten Ängsten der Deutschen. Dem Grundgesetz dagegen bringen sie ein Vertrauen entgegen wie kaum einer anderen Institution. Bei der FDP will man nun beides zusammenbringen, Urangst und Urvertrauen: "Geldwertstabilität muss im Grundgesetz verankert werden."

So steht es in einem Diskussionspapier der FDP-Fraktion. "Es hat den Anschein, dass wir wieder auf ein Zeitalter der Inflation zusteuern", schreiben die Autoren. Sie verweisen auf die jüngste Ausweitung der Geldmengen durch die US-Zentralbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) sowie auf die japanischen Währungshüter, die unlängst ihr bisheriges Inflationsziel über den Haufen warfen und ein riesiges Anleihenkaufprogramm auflegten. Auch in den jüngsten Lohnforderungen von teilweise mehr als sechs Prozent spiegelt sich nach Ansicht der Liberalen bereits die gestiegene Inflationserwartung."
Allgemein ist das dann auch vollkommen richtig als Wahlkampfgeplapper aufgenommen worden.

Am Rande frage ich mich aber auch, welchen Zugang zu welchen Inflationserwartungen die FDP hat, die kein anderer hat ... jedenfalls deutet im Moment keine Statistik/Umfrage darauf hin, dass wir "auf ein Zeitalter der Inflation zusteuern", und alle mir bekannten Maße für mittel- bis langfristige Inflationserwartungen sind ziemlich stabil.

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