Samstag, 2. März 2013

F.A.Z.-Meinungsspektrum

Ob bei der F.A.Z. das Wirtschaftsressort noch weiß, was die Flegel aus dem Feuilleton so schreiben?

Jedenfalls verschoben die Beiträge  zuletzt den Meinungsmix nicht zum Schlechteren. Heute Jürgen Kaube über die morgige Volksabstimmung in der Schweiz:
"Dabei könnte beispielsweise kein Mensch sagen, was das wäre, der „Marktpreis für Manager“, im Unterschied etwa zu Verabredungen unter Interessierten. Oder will jemand behaupten, auch hierbei handele es sich um ein dezentrales Entdeckungsverfahren, das uns mit der Information versorgt, das Grenzprodukt eines Chefs liege im hohen zweistelligen Millionenbereich? Wieso tat es das eigentlich früher nicht? Waren sie nie wertvoller als heute? Und was ist mit all den Angestellten, von denen es immer heißt, die Firmen bekämen sie nur, wenn man sie mit Geld überhäufe? Wie viele von ihnen drohen denn plausibel mit Abwanderung, mit Unersetzbarkeit?
In der Schweiz kommen die unanständigen Zugriffe jetzt zur Volksabstimmung. In der Schweiz also, mit ihrer notorisch wirtschaftsfeindlichen Bevölkerung, die, seit jeher unbesorgt um den Standort, schon immer anfällig für sozialistische Illusionen zentralstaatlicher Anmaßung war? Gut also, dass es die Schweiz ist. Wenn es dort geht, bürgerliche Maßstäbe politisch durchzusetzen, geht es überall."
Zuvor hatte schon Frank Schirrmacher kritische Töne zum aktuellen Wirtschaftsmodell verlauten lassen (z. B. in diesem Essay und diesem Buch).

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