Dienstag, 26. März 2013

Vermögensverteiliung in Deutschland

Die Bundesbank hat eine Studie zur Vermögensverteilung in Deutschland publiziert. (Sie ist Teil einer europaweiten Untersuchung.)

Ich habe gerade wenig Zeit, deswegen nur kurz Auszüge aus der Zusammenfassung der Bundesbank:
"Private Haushalte in Deutschland haben ein durchschnittliches Bruttovermögen von 222.200 Euro. Zieht man ihre Schulden ab, bleibt ein Nettovermögen von 195.200 Euro. Diese Durchschnittswerte lassen jedoch noch keine Schlüsse auf die Verteilung des Vermögens zu. Aussagekräftiger ist da der Median: Reiht man alle Haushalte nach ihren Vermögenswerten auf, spricht man beim mittleren Haushalt vom Median – eine Hälfte der Haushalte ist ärmer, die andere reicher als der Medianhaushalt. Der Median des Bruttovermögens liegt in Deutschland bei 67.900 Euro, der Median des Nettovermögens bei 51.400 Euro und damit deutlich unter den entsprechenden Durchschnitten. Das ist ein Zeichen dafür, dass Vermögenswerte in Deutschland sehr ungleich verteilt sind. Die Daten am oberen Ende bestätigen dies: Die reichsten 10 Prozent haben einen Anteil von 59,2 % am Nettovermögen aller Haushalte. [...]

Auffällig sind auch die großen Vermögensunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland. Der Medianhaushalt in Westdeutschland hat ein Nettovermögen von 78.900 Euro, der in Ostdeutschland dagegen nur 21.400 Euro. Auch hier zeigt sich ein Zusammenhang zur Immobilienbesitzerquote: 47,1 % der westdeutschen, aber nur 33,7 % der ostdeutschen Haushalte sind Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses." 

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