Montag, 4. März 2013

Zinsbelastung des US-Bundeshaushalts

Ich schaue mir gerade die Belastung des US-Bundeshaushalts durch die zu leistenden jährlichen Zinszahlungen an.

Überraschend ist, dass die Belastung (in Relation zum Bruttoinlandsprodukts) derzeit auf einem Rekordtief liegt, obwohl die Schulden der USA auf Bundesebene von Rekordhoch zu Rekordhoch eilen.

Der Grund dafür ist das derzeit extrem niedrige Zinsniveau. D. h. die USA haben zwar im Moment ziemlich viele Schulden ... bekommen das Geld derzeit aber für einen "Appel und ein Ei" geliehen. 


Die Abbildung zeigt die historische Entwicklung zusammen mit 3 möglichen Szenarien für die Zukunft. Das blaue Szenario ist jenes, dass das Congressional Budget Office in den USA für seine Budget-Projektion zugrundelegt. Darin steigt das effektive durchschnittliche Zinsniveau (also einfach Zinszahlungen/Schuldenstand des Vorjahres) bis 2023 von derzeit knapp 2 % auf 4,3 %.

Für das rote Szenario habe ich angenommen, dass "japanische Verhältnisse" einziehen und sich dieser Zins nur auf knapp 2,2 % erhöht.

Schließlich zeigt die grüne Linie, was passiert, wenn der durchschnittlich zu leistende Zins auf 6 % stiege. (Das würde aber dann bedeuten, dass das aktuelle Zinsniveau in diesen Jahren deutlich über dieser Marke liegt, weil die US-Regierung ihre Verbindlichkeiten derzeit ja auch extrem langfristig zu super Konditionen finanziert.)

Die Wahrheit wird wie so oft wohl irgendwo in der Mitte der Szenarien liegen, so dass die Zinsbelastung des Bundeshaushalts wohl nicht zu bedrohlich steigen dürfte.

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