Freitag, 26. April 2013

Gesamtwirtschaftliche Auslandsinvestments

Eine Graphik in einem voxeu-Beitrag zeigt eindrücklich die Fragwürdigkeit der gesamtwirtschaftlichen Investitionsstrategie Deutschlands.


Die zwischen 2006 und 2011 angehäuften Bewertungsverluste auf das durch die außergewöhnlich und extrem hohen Leistungsbilanzüberschüsse aufgebaute Auslandsvermögen liegen in einer Größenordnung von 20 % des BIP.

Ob es da im Inland nicht doch bessere Investitionsmöglichkeiten gegeben hätte? Oder wäre es nicht sogar wohlfahrtssteigernd (auch in einer intertemporalen Optimierung), wenn ein Teil der Leistungsbilanzüberschüsse in den Konsum wandern würden?

Da die gesamtwirtschaftlichen Ergebnisse das Resultat von Millionen von individuellen Entscheidungen sind, ist das natürlich nicht zentral zu lenken. 

Aber die wirtschaftswissenschaftlichen, politschen und journalistischen Eliten sollten langsam mal zumindest kritisch prüfen, ob das seit Jahren gepredigte Mantra des Leistungsbilanzüberschüsse-sind-was-Gutes-und-Ausweis-guten-sparsamen-und-optimalen-Verhaltens wirklich ein zu empfehlender Leitfaden ist.

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