Dienstag, 30. April 2013

Steuerhinterziehung

Wer kann mir mal bitte erklären, warum (selbst nicht außerordentlich vermögende) Konservative an der Sonderbehandlung der Straftat "Steuerhinterziehung" festhalten wollen?

Wie schon beim Thema "Steueroasen" scheint der F.A.Z. beispielsweise auch kriminelles Handeln nicht soooo schlimm zu sein, wenn es dabei geholfen hat, dem gierigen Staat ein Schnippchen zu schlagen.
"Es gibt weiterhin gute Gründe, am geltenden Selbstanzeige-Recht, das ohnehin erst vor knapp zwei Jahren verschärft worden ist, festzuhalten. Die Strafbefreiung verhilft reuigen Steuerhinterziehern (unter hohen Kosten) zurück in die Ehrlichkeit und dem Fiskus auf unkompliziertem Weg zu seinen Einnahmen. Im spannungsgeladenen Verhältnis zwischen dem immer mehr Geld fordernden Staat und seinen Bürgern ist dies ein Element der Befriedung. Es stünde den sogenannten bürgerlichen Parteien gut an, hier mehr Stehvermögen zu zeigen."
Treffend dazu ein Kommentar unter dem Beitrag:
"Der "unkomplizierteste Weg" ist nicht die strafbefreiende Selbstanzeige, sondern die pünktliche Zahlung der Steuerschuld!"
Zu den "hohen Kosten" ist vielleicht noch anzumerken, dass die Kosten (gerechnet in Lebenszeit, Verdienstausfall, Ansehensverlust, etc.) beim "Tisch-reine-Machen" nach jeder anderen schweren Straftat - selbst unter Berücksichtigung der strafmildernden Wirkung eines Geständnisses - ungemein höher sind.

Angebracht wäre hier doch wohl eher: bei "relativ niedrigen Kosten".

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