Samstag, 29. Juni 2013

Typisch deutsch?

Ist es typisch deutsch, dass in der Berichterstattung über die Inflationsrate im Juni der Anstieg der Nahrungsmittelpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um über 5% der große Aufmacher war?

... und nicht der Anstieg der Wohnungsmieten um nur 1,3%. (Wobei das doch bei den ganzen Meldungen über vermeintliche Immobilienblasen und Wohnungsknappheiten auch eine Story wäre.)

(Umso erstaunlicher ist dies, weil Ausgaben für Nahrungsmittel ein Gewicht von gut 9%, jene für Mieten aber eins von knapp 21% im VPI-Wahrenkorb haben.)


1 Kommentar:

chrislen hat gesagt…

Bin auch kein Freund von Inflationspanikmache, aber bei Mieten ist eine regionale Differenzierung von Belang, die es so bei Nahrungsmitteln nicht gibt. Berlin, HH, Köln, München hatten in 2011 Mietpreisinflationsraten von weit über 5 %. Ich nehme an, dass das in 2012 nicht viel anders war. Mein Punkt, wenn Nahrungsmittelpreise steigen trifft es alle, bei Mieten nur einen Teil der Bevölkerung, darum ist das Schweigen über 1,3 Prozent einigermassen verständlich.

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