Montag, 19. August 2013

Renditeanstieg und Erwartungen über GP

Zwei Ökonomen der NY-Fed haben Ergebnisse einer Untersuchung über den jüngsten Anstieg der Renditen langlaufender Staatsanleihen in den USA publiziert.

Sie kommen zu dem Schluss, dass der Ausverkauf bis Mitte Juli zwar stark - aber nicht ohne historisches Beispiel war.


Außerdem schätzen sie - auf Basis eines aus der Literatur bekannten Modells - dass fast der gesamte Anstieg der Renditen auf eine erhöhte Laufzeitprämie zurückzuführen ist ... und nicht auf eine geänderte Erwartung an den zukünftigen Kurs der Geldpolitik.
"Our findings, reported in the chart below, suggest that nearly all of the recent increase in yields can be explained by a rising term premium. That is, the cumulative returns based on the term premium alone (the red line) are almost as large as the cumulative returns based on the raw yields (the blue area). The finding that the selloff can be attributed nearly entirely to movements in the term premium is in stark contrast to decompositions of yield movements in the tightening cycles of 1994 and 2004, when yield movements were nearly entirely due to changes in the future path of policy [...]"


Wieder ein Stück Evidenz mehr dafür, dass Marktteilnehmer im Mittel nicht mit deutlich steigenden Nominalzinsen rechnen ... dass aber die Unsicherheit über den zukünftigen Kurs von Geldpolitik (und Inflation) zugenommen hat.

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