Freitag, 20. September 2013

KE/IWH-Herbstprognose

Gestern wurde die Herbstprognose meines Ex-Unternehmens, Kiel Economics, und dem IWH veröffentlicht. (Ich habe nur noch an der Prognose für die US-Konjunktur mitgearbeitet.)


Die Zusammenfassung:
"Für die deutsche Wirtschaft stehen die Zeichen auf Erholung. Das reale Bruttoinlandsprodukt zog nach einem Rückgang im vergangenen Winterhalbjahr im Sommer  2013  wieder  an,  und  wichtige  Frühindikatoren  kündigen  einen  Aufschwung  an.  Dafür  sprechen  auch  die  günstigen  binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die sich andeutende Stabilisierung der Konjunktur
im übrigen Euroraum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2013  um  0,6%  und  im  Jahr  2014  um  2%  zulegen.  Während  die  Arbeitslosenquote im Jahr 2014 zurückgeht, wird sich die Verbraucherpreisinflation etwas beschleunigen."
Und in Zahlen:


Und dann vielleicht noch ein Auszug aus einem kurzen Text über die Frage, ob sich die EZB mehr Transparenz hinsichtlich der Veröffentlichung des Abstimmungsverhaltens der einzelnen Ratsmitglieder verordnen sollte. Die Schlussfolgerung:
"Die Federal Reserve in den USA und die Bank of England veröffentlichen ihre Sitzungsprotokolle mit Angabe der Stimmenverteilung mit einer Verzögerung von drei bzw. zwei Wochen. Die EZB hingegen kommuniziert nicht, welches Ratsmitglied mit welchen Argumenten wofür gestimmt hat. Dennoch zeigen empirische Analysen, dass die EZB deshalb nicht weniger berechenbar ist als etwa die US-Notenbank.

Hinzu kommt, dass es gerade in einer Währungsunion wichtig ist, dass die von den nationalen Zentralbanken entsandten geldpolitischen Entscheidungsträger unabhängig von der öffentlichen Meinung in ihrem Heimatland und im Sinne der wirtschaftlichen Entwicklung im gesamten Euroraum entscheiden können.Die kurzfristige Veröffentlichung von detaillierten Sitzungsprotokollen könnte dies erschweren."

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